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Gemeinsam diskutieren über den europäischen Gedanken

Am Dienstag, dem 11. Mai, 17 Uhr lädt Oberbürgermeister Sven Schulze alle Bürger:innen dazu ein, mit europäischen Gästen ins Gespräch zu kommen und einander zuzuhören. Der Europaempfang der Stadt Chemnitz mit Podiumsdiskussionen in der Hartmannfabrik, Fabrikstraße 11, widmen sich den Beitrittsprozessen Montenegros und Lettlands zur Europäischen Union und der Rolle der Kulturhauptstädte in diesem Prozess.
Die Veranstaltung will Menschen aus Politik, Kultur und Gesellschaft in Chemnitz zusammenbringen, um über den Zusammenhalt und die Erweiterung der EU ins Gespräch zu gehen. Kulturelle Wort- und Kulturbeiträge aus den zukünftigen europäischen Kulturhauptstädten Liepaja (Lettland, 2027) und Nikšić (Montenegro, 2030) sorgen am Abend zudem für inspirierende Einblicke und machen die Vielfalt Europas lebendig.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung bis zum 10. Mai ist erforderlich unter
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Vertreter:innen der Medien sind ebenfalls eingeladen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die Teil des Programms zu den Europawochen ist, stehen zwei Podiumsdiskussionen unter dem Titel „Europa wächst zusammen! Erweiterung, Zusammenhalt, Zukunft“. Diese beschäftigen sich mit den Fragen, was EU-Mitgliedschaft beziehungsweise EU-Beitritt für die jeweiligen Länder bedeutet – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich – und welche konkreten Auswirkungen europäische Erweiterung auf die Städte hat. ARD-Moderatorin Susann Reichenbach, auch bekannt aus dem MDR-Thüringen Journal, übernimmt die Moderation.
Mit der Botschafterin Lettlands, Alda Vanaga (Lettland), einer Vertretung der Botschaft Montenegros sowie Matthias Ecke, Mitglied des Europäischen Parlaments, auf dem Podium befasst sich der erste Teil des Abends vor allem mit dem Weg von West- und Ostdeutschland (Beitritt 1951/1990), Lettland (Beitritt 2004) und Montenegro (Beitritt voraussichtlich 2028) in die Europäische Union.
Im zweiten Teil rückt die kommunale Ebene in den Fokus. Vertreter:innen aus den Kulturhauptstädten Nikšić, Liepāja und Chemnitz diskutieren, wie Europa im Alltag der Menschen ankommt – und welche Rolle Kultur dabei spielt. Konkret geht es um die Frage, wie Kommunen durch den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ selbst und ihre Bürger:innen Teil eines internationalen Netzwerks werden können und wie europäische Themen vor Ort sichtbar werden.
Aus ihrer regionalen Sicht erklären die Akteur:innen dabei, wie in Spannungsfeldern zwischen historischer Erinnerung, lokaler Identität und europäischer Idee die Programme der Kulturhauptstädte, ähnlich wie Diamanten unter Druck, entstehen können.
Am Beispiel der Europäischen Kulturhauptstädte wird deutlich, wie Städte durch internationale Zusammenarbeit wachsen, neue Netzwerke entstehen und europäische Themen vor Ort sichtbar werden. Kultur wird dabei als verbindende Kraft verstanden, die Austausch ermöglicht und gleichzeitig die Vielfalt der Regionen bewahrt.
Diskutiert wird auch, wie solche Prozesse das Zugehörigkeitsgefühl stärken können – selbst in Spannungsfeldern zwischen historischer Erinnerung, lokaler Identität und europäischer Idee. Die Erfahrungen zeigen: Europa entsteht nicht nur in politischen Institutionen, sondern vor allem dort, wo Menschen miteinander arbeiten, gestalten und ins Gespräch kommen.
Bürger:innen sind herzlich eingeladen, ihre Sichtweise und Erfahrungen in die Diskussionen einzubringen.
Beide Diskussionsrunden machen deutlich: Ein starkes Europa braucht Beteiligung – auf politischer wie auf kommunaler Ebene. Es wächst dort, wo Menschen miteinander reden, voneinander lernen und gemeinsam Zukunft gestalten.
Veranstalterin ist die Stadt Chemnitz in Kooperation mit dem Projektbüro Chemnitz der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH. Unterstützt wird die Diskussionsveranstaltung von der Professur Europäische Integration mit dem Schwerpunkt Europäische Verwaltung der TU Chemnitz.
Der diesjährige Europaempfang knüpft an die Podiumsdiskussion vom vergangenen Jahr an. Unter dem Titel „Zu viel, zu wenig, zu fremd – Welche EU wollen wir?“ diskutierte am 7. Mai 2025 in der Hartmannfabrik der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz mit weiteren Gästen darüber, was sich Chemnitzer:innen von der EU wünschen, was sie wirklich leisten und warum.
Alle weiteren Veranstaltungen innerhalb der Europawoche unter
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www.chemnitz.de/europaempfang
www.chemnitz.de/europawoche

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