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Unterrichtsausfälle in Sachsen: Positive Entwicklungen an Oberschulen, aber Grundschulen als Verlierer – Lehrermangel und Reformbedarf bleiben zentrale Themen

Im ersten Halbjahr 2025 haben die sächsischen Schulen einen Rückgang der Unterrichtsausfälle erlebt, besonders an Oberschulen in Ostsachsen und im Erzgebirge. Während das positive Ergebnis für diese Schulen ermutigend ist, stehen die Grundschulen vor Herausforderungen, da sie die häufigsten Ausfälle verzeichnen und oft auf die Unterstützung von Lehrkräften aus anderen Bereichen angewiesen sind. Der Lehrermangel bleibt ein drängendes Problem, und der Kultusminister betont die Notwendigkeit, mehr Stellen zu schaffen und den Schulen einen ausreichenden Puffer zu bieten. Die Debatte über Personal und Ressourcen steht an, während die politischen Entscheidungsträger auf Lösungen drängen, um die Situation nachhaltig zu verbessern.

Im ersten Halbjahr 2025 hat die elfte Schulstunde in Sachsen geringfügig weniger Unterrichtsausfälle verzeichnet als im Vorjahr. In allen zehn Landkreisen sowie in den Städten Leipzig, Dresden und Chemnitz fielen rund ein Viertel weniger Stunden aus. Besonders erfreulich sind die Entwicklungen an den Oberschulen, die vor allem in Ostsachsen und im Erzgebirge signifikante Verbesserungen gezeigt haben.

In acht der 13 sächsischen Regionen ist ein Rückgang der Unterrichtsausfälle zu verzeichnen. Ostsachsen, insbesondere die Landkreise Bautzen und Görlitz, hat hierbei besonders gut abgeschnitten. Die Schulen im Erzgebirge sowie in Dresden und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zeigten überdurchschnittliche Fortschritte durch Maßnahmen zur Stundenabsicherung.

Im Gegensatz dazu müssen die Grundschulen als die Verlierer dieser Strategie angesehen werden, da es nur in drei Landkreisen zu leichten Verbesserungen gekommen ist. Oftmals sind Lehrkräfte der Grundschulen gezwungen, in anderen Schulen auszuhelfen, um den Unterricht abzusichern, was zu einem hohen Anteil von rund zwei Dritteln der fast 6000 Abordnungen in diesem Bereich führt.

Die höchsten Anstiege bei Gymnasien sind in Chemnitz sowie in den Landkreisen Zwickau und Mittelsachsen zu vermerken, während Berufsschulen in Dresden sowie im Vogtland und im Erzgebirge die größten Zuwächse erfahren haben. Der Freistaat Sachsen plant, Nachwuchslehrkräfte und Bewerber verstärkt in unterversorgte Regionen zu entsenden, um die entstandenen Lücken zu schließen. Diese Vorgehensweise wurde jedoch im Leipziger Raum kritisiert, wo etwa 100 Stellen unbesetzt geblieben sind.

Der Kultusminister setzt weiterhin auf innovative Lösungen, wie ein Planungsteam, das die Abordnungen von Lehrkräften organisieren soll. Er fordert außerdem, dass mehr Stellen geschaffen und finanziert werden, um den Schulen ausreichend Puffer für Ausfälle durch Krankheit, Fortbildung oder besondere Förderbedarfe zur Verfügung zu stellen. Diese Ansicht teilt auch die mitregierende SPD. Die Linke sowie die Lehrergewerkschaft GEW fordern neben zusätzlichen Lehrerstellen auch mehr Personal für Verwaltungsaufgaben, IT und Schulsozialarbeit.

Aktuell laufen die Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2027 und 2028, und der Kultusminister hat in einem Live-Talk angekündigt, für mehr Stellen und einen Personalpuffer zu werben.

Fakten

  • Die elfte Schulstunde in Sachsen war im ersten Halbjahr 2025 geringfügig weniger ausgefallen als vor einem Jahr.
  • Im ersten Schulhalbjahr sind sowohl in allen zehn Landkreisen als auch in Leipzig, Dresden und Chemnitz ein Viertel weniger Stunden ausgefallen als im Vorjahreszeitraum.
  • Die Oberschulen haben die stärksten Verbesserungen angetreten, insbesondere in Ostsachsen sowie im Erzgebirge.
  • In acht der 13 sächsischen Regionen fällt weniger Unterricht aus.
  • Ostsachsen besser als andere Regionen abgeschneidet hat, insbesondere in den Landkreisen Bautzen und Görlitz.
  • Schulen im Erzgebirge, in Dresden sowie im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge haben überdurchschnittlich von den Maßnahmen zur Stundenabsicherung profitiert.
  • Die Grundschulen müssen als Verlierer der neuen Strategie gelten, nur in drei Landkreisen gibt es leichte Verbesserungen.
  • In acht Regionen fällt mehr Unterricht aus als im Vorjahreszeitraum.
  • Lehrkräfte aus Grundschulen häufig aushelfen müssen, um anderswo den Unterricht abzusichern.
  • Rund zwei Drittel der fast 6000 Abordnungen betreffen diesen Bereich.
  • Die Oberschulen haben die stärksten Verbesserungen angetreten, insbesondere in Ostsachsen sowie im Erzgebirge.
  • In Chemnitz und den Landkreisen Zwickau und Mittelsachsen ist der Anstieg am höchsten bei Gymnasien.
  • Bei Berufsschulen ist der Anstieg in Dresden sowie im Vogtland und im Erzgebirge am höchsten.
  • Der Freistaat setzt darauf, Nachwuchslehrkräfte und Bewerber auf offene Stellen stärker als bisher in unterversorgte Regionen zu schicken.
  • Zuletzt hatte diese Einstellungspraxis für viel Kritik gesorgt, vor allem im Leipziger Raum.
  • Rund 100 Stellen blieben unbesetzt.
  • Der Kultusminister setzt auf weitere Neuerungen, wie das Planungsteam, das berechnet, welche Schulen Personal abgeben müssen und wohin Lehrerinnen und Lehrer abgeordnet werden sollen.
  • Leipzig, Chemnitz und das Erzgebirge bilden einen Bereich, Dresden sowie die Kreise Bautzen und Görlitz einen zweiten.
  • Der Kultusminister fordert, dass mehr Stellen geschaffen und finanziert werden müssen.
  • Schulen brauchen endlich ausreichend Puffer, um Ausfälle durch Krankheit, Fortbildung oder besondere Förderbedarfe ausgleichen zu können.
  • Die mitregierende SPD sieht das ganz ähnlich, es sei das Gebot der Stunde, ausreichend Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen.
  • Die Linke und die Lehrergewerkschaft GEW wollen neben mehr Lehrerstellen auch mehr Personal für Verwaltungsaufgaben, IT und Schulsozialarbeit.
  • Aktuell laufen die Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2027 und 2028.
  • Der Kultusminister hatte zuletzt in einem Live-Talk angekündigt, für mehr Stellen und einen Personalpuffer zu werben.
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